Atelier-Journal: Erzählfaden

Atelier-Journal: Erzählfaden

Seit der Antike stehen geflochtene und verwobene Fäden als Metapher für das Erzählen. Das Wort “Text” kommt vom Lateinischen textere, was übersetzt weben oder flechten heißt. Wir sprechen von Textur, wenn wir die Oberfläche eines Stoffes beschreiben wollen. Ein Netz, ein Gewebe oder regelmäßig aneinandergereihte Maschen können bildhaft mit einem Erzähltext verglichen werden, in dem […]

Atelier-Journal: Frieren wie ein Schneider

Atelier-Journal: Frieren wie ein Schneider

Mit dieser Redewendung haben wir einen weiteren Hinweis auf das Bild des vom schwächlichen Schneider, wie es früher verbreitet war. Ein Schneider galt als ärmlicher und schmächtiger Stubenhocker. Tatsächlich wurden eher körperlich schwache Männer Schneider, weil für die sitzende, ruhige Tätigkeit kaum Körperkraft notwendig war. Da das Handwerk nicht viele Geld einbrachte, waren sie wohl […]

Atelier-Journal: Aus dem Nähkästchen plaudern

Atelier-Journal: Aus dem Nähkästchen plaudern

In einem Nähkästchen oder Nähtisch bewahrten Frauen, neben Nadel, Faden und Schere auch schon mal persönliche Gegenstände auf, die nicht für jedermann bestimmt waren. Wer vertrauliches berichtet und so Einblick in eine verborgen Bereich gibt, der plaudert also aus dem Nähkästchen. Diese Gewohnheit fand sogar im Roman “Effi Briest” von  Theodor Fontane einen entscheidenden Platz. […]

Atelier-Journal: Verflixt und zugenäht

Atelier-Journal: Verflixt und zugenäht

Verflixt ist eine abgeschwächte Form für das Wort verflucht. Die Kirche hatte den Ausruf “Verflucht” allerdings verboten, so das die Leute den Wortlaut etwas änderten. Wir tun das übrigens heute auch, in dem wir z.B. “Scheibe” statt “Schei…” oder leck mich am Ärmel, statt “Leck mich ….” sagen. Zugenäht hat allerdings nicht direkt etwas mit […]